Kindertagesstätte Rüsselchen

Neue Kührener Kindertagesstätte: „Der Kampf hat sich gelohnt“

Schlüsselübergabe beim gut besuchten Tag der offenen Tür in der Einrichtung

Wurzen/Kühren. Sechs Jahre vergingen vom Stadtratsbeschluss zum Bau einer neuen Kindertagesstätte in Kühren bis zu deren Eröffnung kurz nach dem Jahreswechsel. Am Wochenende übergab der Leiter des Jugendamtes des Landkreises Leipzig, Thomas Pfeifer, im Rahmen eines Tages der offenen Tür symbolisch den Schlüssel an die Leiterin der Einrichtung, Antje Romahn.

„Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass es unser Haus ist, weil jede Menge eigene Planungen darin stecken“, so die Streubenerin, die vorgestern jede Menge Neugieriger in dem vis-à-vis der Grundschule gelegenen Neubau begrüßte: Besucher wie Felix Junge, der in der alten Kührener Einrichtung groß geworden ist. „Die neue Kita ist kein Vergleich zur Vorgängerin, alles ist viel schicker“, schwärmte der 19-Jährige, dessen Mutter Chris ebenfalls voll des Lobes war. „Allein der Sanitärraum ist der Wahnsinn“, so die geborene Kührenerin und Wahl-Wurzenerin. Kaum aus dem Staunen heraus kam Martin Hoppe aus Leipzig, dessen Partnerin Saskia Göldner in der Kührener Einrichtung als Praktikantin arbeitet. „Wir haben in Leipzig ein Jahr lang um unseren Kitaplatz gekämpft, aber zwischen unserer und dieser Einrichtung liegen Welten“, so der 30-Jährige. „Allein der Kita wegen ist ein Umzug nach Kühren eine Überlegung wert“, so der Messestädter.

Zumal mittlerweile laut Antje Romahn auch die Phase der räumlichen Eingewöhnung so gut wie abgeschlossen sei. „Wir sind jetzt an dem Punkt, an dem wir gemeinsam mit der Grundschule und dem Hort die pädagogische Arbeit in Angriff nehmen wollen, und wir haben jede Menge Ideen“, erklärte die Leiterin und Initiatorin des Projektes.

Bei der neuen Kührener Einrichtung handelt es sich, wie berichtet, um mehr als ein modernes und funktionales Gebäude, in dem Kleinkinder betreut werden. Darüber hinaus macht das „Ländliche Bildungszentrum“, zu dem neben Krippe, Kindergarten und Hort auch die benachbarte Grundschule gehört, aus dem Wurzener Ortsteil nicht nur einen Erziehungs- und Bildungsstandort der kurzen Wege, sondern auch der abgestimmten pädagogischen Konzepte. Diese wurden in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Mitarbeitern des Projektes der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung namens „Anschwung – für frühe Chancen“ erarbeitet.

Ganz nebenbei hat sich in Kühren die Platzsituation einerseits in der Grundschule, andererseits in Hort und Kita deutlich zum Positiven entwickelt. „Nach dem Umzug des Hortes geht es im Schulhaus deutlich ruhiger und entspannter zu. Außerdem wirkt sich in der Kita positiv aus, dass sich die Kinder auf mehr Räume verteilen“, so Grundschulleiterin Simone Schneider, die ein mehr als positives Fazit der ersten beiden Wochen zieht. „Der Kampf hat sich zweifellos gelohnt“, erklärte sie.

Erschienen am 19.01.2015 in der LVZ.